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27.09.2004: (Luang Prabang (Laos)) "Reisetagebuch - 27.09.2004"    [geschrieben von AlexSapp]

Ankunft in Luang Prabang, der ehemaligen Hauptstadt des Koenigreiches Laos und ehemalige Hauptstadt des Koenigreiches Luang Prabang. Eine recht kleine, geschichtlich jedoch sehr bedeutsame und touritisch noch vor Vientiane die wichtigste Stadt Laos.



Bevor wir hier ankamen, stand allerdings noch ein weiterer Tag auf der Holzbank des Slowboates auf dem Programm. Ich habe es gut hinbekommen, rechtzeitig aufzustehen und bei herrlich sonnigem Wetter war auch die Fahrt sehr nett.



Der Bootsfuehrer hielt sogar an den Hoehlen von Pak Ou an, dessen Besuch von Luang Prabang aus quasi ein Muss fuer jeden Besucher ist. Allerdings kostete uns der Stopp nur die 100 Bath oder 270.000 Kip oder 2 EUR, die sich der Bootsfuehrer fast komplett in die eigene Tasche steckte. Von hier aus eine Tour zu den Hoehlen zu unternehmen, wuerde aber mindestens 15 USD kosten, so dass im Prinzip eine win-win Situation geschaffen wurde. Besonders interessant sind die direkt am Ufer gelegenen Hoehlen aber nicht. Zwar stapeln sich darin mehrere Tausend Buddha Figuren, doch sind diese meist sehr klein und sehen selten anders aus, als diejenigen auf den Maerkten. Nur viel Aelter.



Nach der Ankunft in Luang Prabang folgte ich einfach einem jungen Mann, der mir ein schoenes Zimmer mit Bad und Warmwasser fuer 50.000 Kip, also knapp 4 EUR versprach. Und das Zimmer ist super. Mit hoechstens 2 Jahre altem, komplett gefliesstem Badezimmer, das mich sogleich zu einem Bad in der blitzsauberen Wanne inspirierte. Als ich mich danach in die Stadt aufmachte, traf ich einige rucksackbepackte, durchgeschwitzte Bootsmitfahrer, die noch immer auf der Suche waren.



Luang Prabags Zentrum, in dem sich mein Hotel natuerlich befindet, ist sehr klein, auf einer vom Mekong und dem hier in diesen hineinfliessenden Nam Khan gebildeten Halbinsel. Die Bebauung in diesem Bereich besteht aus mindetens 20 zwischen 100 und 500 Jahre alten Tempeln, sowie einer Haeuserbebauung im franzoesischen Kolonialstil. Da auch nach dem Ende der Kolonialzeit durch Entwicklungshilfe und Tourismus weiter Geld hierher floss, kann man in Luang Prabang nirgendwo sehen, dass Laos eines der am wenigsten entwickelten und am meisten benachteiligten Laender der Welt sein soll (laut UN). Zugegeben, es ist sehr bergig, Laos hat keinen Zugang zum Mehr und die Regenzeit sorgt jedes Jahr dafuer, dass mehr als die Haelfte der Bevoelkerung in ihren Doerfern nicht von aussen zu erreichen sind. Aber wofuer auch? Diese Doerfer sind Selbstversorgungskommunen, dessen Einbindung in den Wirtschaftskreislauf aber erklaertes Ziel der laotischen Regierung ist.



Ob das wirklich richtig ist, ist eine schon fast philosophische Frage, doch mit der Entwicklungshilfe, die Laos von den USA, Europa, der Weltbank und der UN bekommt, ist das wohl moeglich. Wobei der Loewenanteil der US Entwicklungshilfe in die Beseitigung der Kriegsfolgen gesteckt wird. Um die Nachschubwege fuer die boesen Nordvietnamesen, die zu grossen Teilen ueber laotisches Gebiet fuehrten, abzuschneiden, wurden von den USA zwischen 1964 und 1973 mit 3 Millionen Tonnen mehr Bomben ueber Laos abgeworfen, als die US Streitkraefte im gesamten Zweiten Weltkrieg abwarfen. Das war damals gut eine Tonne pro Einwohner.



Luang Prabang wurde davon allerdings weitgehend verschont. Heute ist es eine sehr touristische Stadt, so dass man im Zentrum fast mehr westliche Touristen trifft, als Laoten. Eine Menge von Ihnen kennt man von der Bootstour, so dass beim Abendessen langsam aber sicher gut 20 Leute zusammen kamen. Begonnen hatte es mit einer 5er Gruppe, der ich mich anschloss.



Einige gingen dann noch in eine Kneipe, doch da ich sehr muede war, machte ich mich auf den Weg zum Hotel.


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