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02.09.2004: (Jaipur (Indien)) "Reisetagebuch - 02.09.2004"    [geschrieben von AlexSapp]

Mein einziger kompletter Tag in Pushkar. Und anstatt mir den Ort in allen Einzelheiten anzusehen und die von dem heiligen See ausgehende spirituelle Stimmung der Stadt zu geniessen, habe ich mir ein knattriges Motorrad gemietet und bin durch die Gegend gebrettert.

Vielleicht ist das hier schon etwas zu spirituell und gepaart mit der Geschaeftstuechtigkeit des Inders an sich ergibt sich ein wunderschoen um den kleinen See herum gebautes Staedchen, in dem man staendig Blueten angeboten bekommt, die man in den See werfen soll und sobald das getan ist, wird eine kleine Spende faellig.



Nicht dass mir der Ort nicht gefaellt, doch hatte ich bereits gegen Mittag alles Interessante gesehen und wollte die Berge in der Umgebung erkunden. Eigentlich sollte dafuer ein Fahrrad herhalten, doch war es bereits derart heiss, dass radeln sicher kein Zuckerschlecken gewesen waere. Zudem machte mir der Verleiher ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte. Dass er fuer die Tankfuellung dann nochmal 200 Rupien haben wollte, ist zwar schon wieder Abzocke, doch insgesamt habe ich das Motorrad von 12 bis 20 Uhr inklusive Sprit fuer lediglich 7,50 EUR bekommen.



Unter Einhaltung aller relevanten Sicherheitsbestimmungen (ich besitze fuer diese Art Kfz keinen Fuehrerschein, bekam keinen Helm, bin noch nie bei Linksverkehr gefahren, Blinker und Rueckspiegel waren abgebrochen, Licht und Hupe funktionierten nicht und nach einer Versicherung habe ich nicht erst fragen wollen) ging es dann los.



Zunaechst fuhr ich ein Stuendchen um den Ort herum, bevor ich mich auf den Weg nach Ajmer machte, um dort mein Zugticket zu buchen. Auf halbem Wege wurde ich erst langsamer und dann passierte gar nicht mehr viel. Als ich eine Stunde spaeter verschwitzt beim Verleiher ankam bekam ich ein neues Motorrad, mit dem man jedoch nicht zu schnell fahren sollte, da die vordere Bremse garnicht und die hintere nicht gut funktionierte.



Das langsame Tempo ergab sich jedoch von selbst, da ich ob der sehr zittrigen Vorderachse und des enormen Linksdralls des Vehikels nie das noetige Vertrauen dazu aufbauen konnte. Allerdings fuhr mich dies Motorrad nach Ajmer und zurueck sowie zum Fusse des maechtigen Felsens, auf dem ein Tempel zu besichtigen ist, der anders als fuer die vielen Pilger fuer mich nur durch die spektakulaere Aussicht von Interesse war.



Ich blieb dort oben bis zum Sonnenuntergang, der aber durch den nebelartigen Smog ueber der scheinbar endlosen Huegellandschaft etwas getruebt wurde. Spannend ist hier auch die Tierwelt. Dass die Kuehe und hier auch die Schweine gefahrlos umherlaufen, ohne dass jemand daran denkt, welch herrliche Steaks und Koteletts man daraus machen koennte, ist fuer mich inzwischen normal.



Doch habe ich heute auf dem Tempekhuegel auch einen Papagei auf einer Stromleitung gesehen sowie einmal mehr viele Chinchillas, die hier in den Baeumen leben. Ausserdem entriss mir ein dreister Pavian die als Gabe fuer den Tempel am Eingang gekaufte Tuete mit bunten Zuckerkuegelchen. Als Kompromiss einigten wir uns darauf, dass ich zumindest kostenlos ein Foto vom Pavian mit Zuckerkugeln im Baum machen durfte.

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