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16.06.2004: (Tbilissi (Tiflis) (Georgien)) "Reisetagebuch - 16.06.2004"    [geschrieben von AlexSapp]

Russland Visum und kein Ende. Ich bin meinem Visum noch immer fern, jedoch seit heute etwas schlauer. Erst heute sagte man mir, dass es gegenueber des Konsulats eine Agentur gibt, die ggf. helfen kann. Zuvor hatte ich ein Visaantragsformular heruntergeladen und ausgefuellt sowie meine Reisekrankenversicherungsbescheinigung kopiert. Doch in der Agentur erklaerte man mir Folgendes: Die Daten eines Visums veraendern kann nur die ausstellende Behoerde, also das russische Konsulat in Hamburg.

Ein neues Visum kann in Georgien beartragt werden, dazu muss aber das alte ungueltig gemacht werden, indem ich nach Russland ein- und wieder ausreise. Soweit kein Problem, da die Botschaft russisches Territorium ist. Nur habe ich leider fuer Georgien nur ein einmaliges Visum, so dass ich nach Verlassen der Botschaft nicht wieder nach Georgien einreisen koennte, womit die Beantragung eines Visums in Georgien nicht moeglich ist. Meine jetzt praeferierte Loesung ist, dass ich in Moskau beim Aussenhandelsministerium oder der zustaendigen Visa-Registrierungsstelle das Visum verlaengern lasse, was in Russland aber sehr schwierig ist. Sollte das nicht funktionieren, bleibt mir nur noch uebrig, von Moskau via St.Petersburg in das visafreie Lettland auszureisen und in Riga ein neues Visum zu beantragen. So funktioniert eben moderne internationale Buerokratie.



Die letzten beiden Tage hat man sehr schoen die Energieknappheit in Tbilissi mitbekommen koennen. Vor fast allen groesseren Laeden lief am fruehen Nachmittag ein Generator, da scheinbar in einigen Stadtteilen die Stromversorgung in dieser Zeit gekappt wurde. Wie die vielen hundert sehr kleinen Haendler ihr Eis in den Truhen in solchen Zeiten kalt halten, bleibt fraglich, die Festigkeit gibt jedoch zur Vermutung Anlass, dass die Antwort ein simples gar nicht ist.



Ich bin noch nicht auf dem Weg nach Telawi, sondern wieder im Hotel, da es weder einen Nachtzug nach Telawi gibt, noch eine spaete Busverbindung nach Telawi oder Kasbegi. Und die Waesche, die ich zum Waschen abgegeben habe, wurde erst um 20 Uhr fertig, so dass ich dann keine andere Wahl hatte, als noch eine Nacht hier zu bleiben.



Gewaschen werden musste dringend, da nicht nur der bei diesen Temperaturen austretende Schweiss von innen sondern ebenso die sehr schmutzige Luft von aussen an allen Kleidungsstuecken Spuren hinterlassen. Ich hatte allerdings gedacht, dass alles in eine Waschmaschine gesteckt und nicht von der Putzfrau per Hand gewaschen wird.



Morgen werde ich um 9 Uhr frueh mit dem Bus in die Berge fahren und wohl gegen Mittag in Kasbegi, am Fuss des 5033 Meter hohen Kasbek ankommen und unterwegs, bei der Fahrt ueber die traditionsreiche Georgische Heerstrasse, die Aussicht geniessen und ein paar Tage mein verdammtes Visum ein Visum sein lassen.

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