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17.06.2004: (Tbilissi (Tiflis) (Georgien)) "Reisetagebuch - 17.06.2004"    [geschrieben von AlexSapp]

Fast puenktlich bin ich heute morgen um kurz nach 9 Uhr vom Busbahnhof Richtung Kasbegi gestartet. Der Weg ist tatsaechlich sehr schoen und wenig befahren. Die groesste Gefahr stellten neben den teils riesigen Schlagloechern frei laufende Schweine, Kuehe, Schafe oder Huehner dar, die sich scheinbar genauso wenig mit den Gepflogenheiten im Strassenverkehr auskennen, wie die Tuerken.

Wir ueberquerten auf dem Weg nach Kasbegi den 2375 Meter hohen Kreuzpass, dessen Serpentinen die Fahrt zu einem echten Abenteuer machten. Kurz vor dem Pass liegt der Ort Gudauri, ein beliebter Wintersportort mit einer Bergstation auf ueber 3000 Meter.



Als wir in Kasbegi ankamen, war ich nicht sicher, ob ich aussteigen muesse, oder ob dies noch das letzte Oertchen vor Kasbegi waere. Der relativ kleine Ort ist mehr als alle anderen Orte, die ich in Georgien gesehen habe, vom Krieg gezeichnet, was damit zusammenhaengen mag, dass es von hier nur 8 km bis zur russischen Grenze sind und die Georgische Heerstrasse als strategisch wichtige Verbindung zu Russland gilt, da es die einzig moegliche direkte Verbindung zu Russland ueber Land ist. Denn am Schwarzen Meer entlang liegt das autonome Abchasien, das alle Grenzen dicht haelt und am kaspischen Meer entlang muesste man durch Aserbaidschan.



Viele Gebaeude hier sind unbewohmbar oder sogar komplett zerstoert. Erfreulich ist jedoch, dass der Wiederaufbau zwar langsam, aber sehr sorgfaeltig geschieht. Anders als in der Tuerkei wird nicht nach dem Motto hier ein bisschen Beton, dort ein bisschen Holz und dann solls halten gearbeitet. Alle restaurierten Gebaeude, auch und besonders in Tbilissi, sind fachmaennisch und akriebisch wiedererrichtet worden und werden auch erst dann bezogen, wenn die Arbeit fertig ist.



Von den 2 Hotels im Ort (4-5 ehemalige grosse Hotels stehen leer) koennte eines genau so auch in einem oesterreichischen Wintersportort stehen, das zweite, in dem ich untergekommen bin, ist kleiner und deutlich aelter. Doch das alte Inhaberpaar ist sehr freundlich, wenn wir auch wenig miteinander kommunizieren koennen. Umgerechnet 4,20 EUR lassen auch darueber hinwegsehen, dass man hier ueber keinen Generator verfuegt, was unguenstig ist, da ich bisher nur einmal kurz fuer ca. eine Stunde Strom hatte.



Aber die Kerze auf dem Nachttisch ist im Preis enthalten und man muss ja nicht zwingend Musik hoeren. Ich habe heute nach der Ankunft nur eine kleine Tour auf einen Huegel gemacht, der mit 2200 Metern nur 500 Meter ueber dem Ort liegt und von einer gut erhaltenen alten Kirche gekroent wird. Kaum vorstellbar, dass es von dort nochmal ueber 2800 hoeher gehen soll, bis man den Gipfel des Kasbek erreicht. Diesen konnte ich nicht sehen, da er meist, und so auch heute schon ab Vormittags in den Wolken verschwidet. Daher habe ich mir fuer morgen den Wecker sehr frueh gestellt.

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