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21.12.2009: (Planer-Plattform) "Speiseräume: Lebensmittel und Raumplanung"    [geschrieben von NoSt]

- Ein Beitrag von Philipp Stierand -

Wie Nahrung für das menschliche Leben unabdingbare Voraussetzung ist, so ist sie es auch für die Stadt: Ohne Lebensmittelversorgung würde die Stadt nicht funktionieren.


Aber Lebensmittel lassen sich nicht auf Versorgung mit Nährstoffen reduzieren. Essen ist für den Menschen noch viel mehr: Essen ist Kultur, ist Lust, ist ein Mittel zur Kommunikation; Essen kann Machtinstrument sein und Ausdruck von Fürsorge.

Wie spiegeln sich diese Bedeutungen der Nahrung über die reine Nährstoffversorgung hinaus in der Stadt wider? Der Lebensmittelhandel begrüßt uns zwar an allen Einfallstraßen der Städte mit Einheitsbauten, und die Systemgastronomie hält die Innenstädte besetzt, doch schon die Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln ist in unserem Bewusstsein auf dem Land verortet. So bleibt die Frage, in welcher Weise Lebensmittel die Stadt prägen, weitgehend unbeantwortet. Auch die Raumplanung bleibt diese Antwort schuldig – obwohl die Versorgung mit Nahrung wegen der Einflüsse auf städtische Kultur, Wirtschaft und Gesundheit eigentlich in ihrem Kerninteresse liegen müsste.

International betrachtet gibt es eine Reihe von Ansätzen zur Integration von Ernährungsthemen in die Planung. Besonders in den USA ist die Diskussion weit fortgeschritten. Die American Planning Association hat hierzu eine Reihe von Leitfäden veröffentlicht. Auch in Großbritannien nimmt die Bedeutung des Themas zu. Auf europäischer Ebene hat sich im Oktober eine AESOP-Arbeitsgruppe zur Sustainable Food Planning gegründet.

Wayne Roberts, der Geschäftsführer des Food Policy Councils von Toronto, beschreibt in seinem aktuellen Buch „The No-Nonsens Guide to World Food“ die Faszination des Handlungsfeldes Ernährung wie folgt: „Food is a hot topic these days for two very different reasons. One, there are so many troubling food problems to get upset about. Two, there are so many exciting food projects to get inspired by. Welcome to a discussion that affects everybody and invites everyone to make a difference. [...] Creating opportunities to improve food is easier than most people think because of the possibility of bursting heroically trough open doors with programs making use of both ‘low-lying fruit’ and ‘unused capacity’.“

Der Blog Speiseräume (http://www.speiseraeume.de) beschäftigt sich in
wöchentlichen Artikeln mit den Zusammenhängen von Ernährung und Raumplanung und stellt aktuelle Ideen und Konzepte vor.

http://www.speiseraeume.de

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