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26.02.2005: (Cartagena (Kolumbien)) "Reisetagebuch - 26.02.2005"    [geschrieben von AlexSapp]

Ich bin in Cartagena, einer geschichtlich hoch interessanten und optisch faszinierenden Stadt am Karibischen Meer. Es war 11.45 Uhr, als ich nach einer langen fahrt durch ab dem Morgen endlich flachen und somit weniger kurvenreichen Land am Busbahnhof von Cartagena ankam. Schon aus dem Bus konnte man an den vielen kleinen, trostlosen und duerren Orten auf unserem Weg erkennen, das die Karibikkueste Kolumbiens ethnisch deutlich dunkler ist, als die Hauptstadt Bogota. Als ich aus dem die ganze Nacht zu gut klimatisierten Bus ausstieg, bekam ich einen regelrechten Hitzeschock.

Vom Busbahnhof, der eine halbe Stunde Busfahrt im Stadtbus vom Zentrum entfernt ist, fuhr ich durch die erschreckend haessliche Stadt und vertrocknet und Staubig wirkende Stadt. Als ich die dicken Waende der historischen Altstdt sah, stieg ich aus und betrat durch eines der Tore den Teil Cartagenas, der den Ort voellig zurecht als schoenste Stadt des Landes gelten laesst. Durch dies wie ein riesiges Freilichtmuseum wirkende Stadtzentrum lief ich die weniger als 1.000 Meter in den Stadtteil Getsemani, der aehnlich alt, doch deutlich herutergekommener ist.



In diesem zudem wesentlich unsicherer wirkenden Teil der Innenstadt befinden sich die preiswerten Hotels und Hostels sowie preiswertere Restaurants. Was ich beim Einchecken nicht, als ich am Abend zurueck kam jedoch sehrwohl merkte, war das das Hotel das ich fand seine Zimmer Abends auch stundenweise vermietete, was aber nicht stoerte, da dadurch zumindest so viel im und um das Hotel los war, dass es auch am Abend recht sicher wirkte.



Nachmittags durchlief ich El Centro, die kleine uralte Stadt aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die in ihren Mauern die Zeit vergessen zu haben scheint. Zumindest fast. Dass der reiche Gringo Englisch spricht und des oefteren USD in Pesos wechseln will, er es liebt, in teuren Restaurants zu essen und exklusiven Hotels zu wohnen und dass er auch Souvenirs mit nach Hause bringen muss, hat man mehr als nur mal gehoert und so ist der Stadtteil herrlich zum Ansehen, fuers Mttagessen ging ich jedoch zurueck nach Getsemani, wo ich zusammen mit den Einheimischen das Tagesgericht in einem maessig sauberen Restaurant ass.



Ich sah mir innerhalb der Mauern das Haupttor Puerto del Reloj und den dahinter liegenden Plaza de los Coches an, ging ueber den grossen Plaza Aduana und weiter zum Convento und der Iglesia San Pedro Claver. Auch die Kathedrale und die Iglesia Santo Domingo lagen auf meinem Weg. Jede Strasse sieht hier aus wie gemalt und an den kleinen Plaetzen laden die Sonnenschirme der teuren Cafes und Restaurants zu kuehlen und voellig ueberteuerten Getraenken ein.



Ich sass gerade am zentralen Plaza Bolivar, einem schattigen und urgemuetlichen kleinen Plaza, welcher selbstverstaendlich nicht ohne die Statue des grossen Libertadore auskommt, als sich ein gut Englisch sprechender Kolumbianer zu mir setzte. Ich kaufte uns 2 Tinto, kleine aber recht starke Kaffees, die hier getrunken werden wie in der Tuerkei der Tee oder in Russland das Bier. Da es verdammt guter kolumbianischer Kaffee ist, hat dieser trotz des kleinen blauen Einmalplastikbechers und des Preises von umgerechnet gut Cent etwas Exklusives.



Ich redete eine Weile mit dem jungen Mann, der hier Tourismus studiert und bald sein eigenes Business starten will. Da er heute nichts zu tun hatte, nahm er mich mit auf eine Runde ueber die alten Stadtmauern und erklaerte mir einiges ueber die Gebaeude und innerhalb der Mauern und die Gruende fuer den Bau der Mauer.



Cartagena war naemlich in der Kolonialzeit einer der wichtigsten Umschlagplaetze fuer die Schaetze, die die Spanier den heimischen Voelkern entrissen und von Cartagena aus in die alte Welt schipperten. Natuerlich war es daher auch fuer Piraten ein lohnenswertes Ziel. Nach einem Angriff des legendaeren Francis Drake beschloss die Kolonialmacht dann, die Mauer zur Sicherung der Stadt zu bauen.



Nach dem Rundgang zeigte er mir noch den preiswertesten Supermarkt der Innenstadt und gab mir seine Emailadresse fuer den Fall, dass ich in einem kolumbianischen Ort mal eine Unterkunft braeuchte, die er in den meisten Touristenorten preiswert arrangieren koenne. Er kaufte noch etwas Kleie und eine Ananas fuer seine kranke Mutter und verabschiedete sich dann, da er in der anderen Richtung, also ausserhalb der Mauern wohnt.



Bei einem abendlichen Besuch in einem Internetcafe musste ich feststellen, dass ich im PC des Platypus Hostels in Bogota mein USB Kartenlesegeraet inklusive der zugehoerigen Karte habe stecken lassen. Mal wieder. Da ich seit dem Durcheinanderbringen von Texten durch den Communicator zwar alle Texte auf dem internen Speicher schreibe und sie nur zum Uebertragen auf die Karte kopiere, habe ich zwar keine Daten verloren, doch war dies meine letzte Karte, die duenn genug fuer den Communicator ist. Meine 256er und Ramons 128 Karte erkennt das Geraet nicht und so muss ich zum Uebertragen weiterer Texte nicht nur ein neues Kartenlesegeraet kaufen, sondern auch eine schmale SD Karte. Nicht einfach, vermute ich weshalb ich mich wahnsinnig ueber meine Dummheit geaergert habe.


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