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10.02.2005: (Cusco / Macchu Picchu (Peru)) "Reisetagebuch - 10.02.2005"    [geschrieben von AlexSapp]

Nach einer kurzen Nacht wurden wir um 5.15 Uhr geweckt, um vor der Abfahrt des Busses hinauf zu den Ruinen von Machu Picchu noch etwas fruehstuecken zu koennen. Da der Ort wirklich winzig ist, war es vom Hotel im Zentrum zum Abfahrtsort der Busse am Ortsrand nur knapp 2 Minuten Fussmarsch. Wir kauften uns noch 2 Sandwiches und kamen um 6.30 Uhr am Eingang des Nationalparks Machu Picchu an, wo wir noch eine halbe Stunde warten mussten, bis auch unser Guide eingetroffen war und Alles organisiert hatte.

Wir bekamen dann eine 2-stuendige Fuehrung durch die Ruinen, wobei nicht nur ueber die Nutzung waehrend der Incazeit, sondern auch ueber die Entdeckung dieser verlorenen Stadt der Inca durch den Yale-Professor Hiram Bingham im Jahr 1911 referiert wurde. Ceci musste dabei Einiges fuer mich uebersetzen, da wir uns zwecks besserer Erlernung der Sprache fuer die spanische Fuehrung entschieden hatten, meine Kenntnisse der Sprache jedoch dafuer nicht ganz genuegten. Ich konnte dem Guide allerdings beim Beweis behilflich sein, dass der steinerne Kompass der Inca tatsaechlich direkt nach Norden zeigt, da ich der Eizige war, der einen Magnetkompass bei sich hatte.



Machu Picchu liegt einige Hundert Meter tiefer als Cusco und durch die vielen hohen Berge der Umgebung ist es dort immer sehr regnerisch, wobei wir heute am gesamten Tag lediglich zwei kurze und nicht heftige Schauer zu ertragen hatten. Das Klima sorgt allerdings fuer jungleartige Verhaeltnisse, weshalb die Vegetation an den Bergen tiefgruen und somit sehr verschieden von der fast kargen Berglandschaft in und um Cusco ist. Diese Vegetation sorgte auch dafuer, dass die verlorene Stadt der Incas erst so spaet wiedergefunden wurde.



Nach der Fuehrung entschlossen wir uns, den hoechsten Berg der Umgebung, den Huayna Picchu also jungen Berg zu besteigen, um uns die Incaruinen auf dem Machu Picchu, dem alten Berg aus der Hoehe anzusehen.



Nach 30 Minuten erreichten wir eine Abzweigung, an der man entweder weiter hinauf oder steil bergab hinunter zum Mondtempel gehen kann. Da wir von 9 Uhr bis zum Schliessen des Komplexes Zeit hatten, stiegen wir ueber eine halbe Stunde bergab ueber einen schmalen, nassen Fussweg durch den Dschungel, bis wir den durchaus sehenwerten Mondtempel erreichten, wo wir eine laengere Pause machten und das erste der unerlaubter Weise mit hineingebrachten Sandwiches assen.



Vom Mondtempel hinauf zum Abzweig und weiter bis zum Gipfel des Huayna Picchu bedeutete fast 1 1/2 Stunden Quaelerei, die sich allerdings lohnten. Man hat nicht nur eine fantastische Sicht auf die gesamte ehemalige Stadt, auch sind die letzten 50 Hoehenmeter voll von Terrassen fuer Gemueseanbau und einigen Ruinen ehemaliger Haeuser. Wir kletterten bis auf die Spitze und nach einer nur 10-minuetigen Pause, bei der wir auch das zweite Sandwich assen, wieder hinab in die eigentliche Ruinenstadt. Zur Mittagspause gegen 14 Uhr verliessen wir das Areal kurz, assen und tranken jedoch ob der unverschaemt hohen Preise nur das Noetigste. Danach gingen wir auf der gegenueber liegenden Seite den Berg Machu Picchu ein Stueck hinauf, um das beruehmte Foto der Ruinen mit dem maechtigen Huayna Picchu im Hintergrund zu machen. Dann besichtigten wir inzwischen sehr traegen Schrittes den suedlich vom zentralen Gruen gelegenen Schul- bzw. Universitaetsbereich der Stadt.



Besonders schoen war, dass wir bei der Besichtigung der gesamten Ruinen jeweils ein relativ leeres Machu Picchu vorfanden, da wir zur Hauptbesuchszeit von 10 bis 14.30 Uhr, die Zeit in der die Nutzer des Touristenzuges dort oben sind, auf den ebenfalls recht wenig genutzen Dschungelpfaden des Huanya Picchu unterwegs waren, was fuer Touristenzugbesucher zeitlich nahezu ueberhaupt nicht moeglich ist, wenn man viel von den eigentlichen Ruinen sehen will.



Um 6 USD pro Person zu sparen, hatten wir bei Buchung der Tour auf das Busticket zurueck nach Aguas Calientes verzichtet. Nach dem 45-minuetigen Abstieg mussten wir noch eine gute halbe Stunde am Rio Urubamba entlang laufen, bis wir endlich im Ort waren. Weniger wegen fehlenden Hungers als vielmehr wegen Erschoepfung begnuegten wir uns fuers Abendessen mit den Sandwiches, die wir wegen des fehlenden privaten Bades in der ersten Nacht ja kostenlos erhielten.

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