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02.02.2005: (La Paz (Bolivien)) "Reisetagebuch - 02.02.2005"    [geschrieben von AlexSapp]

Es ist kurz nach 18 Uhr und ich sitze zusammen mit 16 anderen Fahrgaesten eingepfercht auf der schmalen Sitzbank eines Minivans. Eigentlich wollten wir den 17.30 Bus von La Paz nach Copacabana am Titicacasee nehmen, doch als wir um um 17 Uhr am Cementario General aus dem Taxi stiegen, war der letzte Bus bereits abgefahren. So entschieden wir uns fuer die guenstigere, unbequeme aber echt bolivianische Minivanvariante, bei der wir in Tiquina am Titicacasee umsteigen muessen. Doch kostet die 2-stuendige Fahrt ueber ca. 110 Kilometer nur umgerechnet 90 EURCent plus nochmal 70 Cent fuer die 40 Kilometer von Tiquina nach Copacabana.

Heute morgen mussten wir um 8 Uhr gepackt und ausgecheckt haben und im Hotelflur auf unseren Tourbus warten. Nur 11 Minuten spaeter kam der Fahrer und rief unsere Namen auf, worauf wir nach Aussage der Mitarbeiterin der Touristeninformation achten sollten, da es zuweilen passiere, dass falsche Tourguides in die Hotels kommen und wartende Touristen in ein Taxi schleppen um sie spaeter auszurauben. Wir wurden aber von unserem Touranbieter abgeholt und durften direkt in den Bus einsteigen.



Wir fuhren nach Tiwanaku, der interessantesten bolivianischen Ausgrabungsstelle, in dessen Umgebung es auch 2 informative und im Zuge einer Tourismuskampagne der Regierung modernisierte Museen gibt. Ersteres informiert nicht nur ueber die zwischen 600 v.Chr. und 1200 n.Chr. bluehende Tiwanakukultur, sondern auch ueber viele andere Indianische Kulturen, von denen einige, z.B. die Inca, viel von den Tiwanaku uebernommen haben.



An der Ausgrabungsstelle sind bislang nur ca. 20 Prozent der Ruinen freigelegt, doch auch dieser Teil zeigt schon, wie grossartig die Pyramide, die Plattform fuer rituelle Festlichkeiten und andere Gebaeude einst gewesen sind. Leider bedienten sich die Spanier bei ihrer Invasion einiger der Baumaterialien, um in der ca. einen Kilometer entfernt gegruendeten Stadt eine grosse Kirche zu bauen, wozu natuerlich viel der erhaltenen Bauten zerstoert wurde.



Das zweite Museum, das wir nach einem Mittagessen mit Lamafleisch besichtigten, enthaelt unter anderem das Tor des Pumas, welches Einst das Eingangstor zu dieser religioesen Staette bildete. Da wir in einer Tour die Museen und die Ausgrabungsstaette besichtigten, bekamen wir ergaenzend zu den Infotafeln in den Museen noch viele weitere interessante Informationen. Auf der Rueckfahrt von Tiwanaku hielten wir zwischen der seit 1985 nicht mehr zu La Paz zaehlenden Stadt El Alto und La Paz selbst auf ca. 4050 Metern Hoehe, um von dort oben grandiose Fotos vom Hexenkessel La Paz machen zu koennen.



Als wir zurueck waren, reichte die Zeit nur noch, um nach Kaffee und Kuchen unser Gepaeck aus dem Hotel abzuholen und per Taxi zum Cementario General zu fahren, von wo aus wir unsere Bolivientour zum Titicacasee fortsetzten.



Inzwischen ist es spaet am Abend und wir sind nicht in Copacabana. Die Stadt Tiquina ist in zwei Haelften, naemlich San Pablo de Tiquina und San Pedro de Tiquina geteilt, wobei die beiden Ortsteile nur ueber eine Faehrverbindung durch die Strasse von Tiquina verbunden sind. Wir nahmen die Faehre, beschlossen dann jedoch, nicht weiter zu fahren, sondern uns hier eine Unterkunft zu suchen.



Von der Tatsache abgesehen, dass diese Unterkunft kein Bad oder auch nur fliessend Wasser hat und davon, dass wir anfangs mit Kerzenlicht auskommen mussten, da der Ort einen Stromausfall hatte, ist das mit einem EUR pro Person sehr guenstige Alojamiento trotz mangelnder Hygiene sehr nett. Wir haben sogar Seeblick, was uns am spaeten Abend aber nicht mehr viel brachte. In der Markthalle des kleinen Ortes assen wir bei spaerlichem Kerzenlicht einen mehr oder minder frischen, aber sehr leckeren Titicacaseefisch, da erst zum Cocatee danach die Lichter wieder funktionierten.


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