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01.02.2005: (La Paz (Bolivien)) "Reisetagebuch - 01.02.2005"    [geschrieben von AlexSapp]

Der Bus war nicht nur bequem, sondern auch ueberraschend schnell. Um 5.30 Uhr wurden wir geweckt und keine 30 Minuten spaeter erreichten wir den Busbahnhof von La Paz, dem Regierungssitz, dem kulturellen, oekonomischen und sozialen Zentrum und somit der de facto Hauptstadt, waehrend de jure noch immer Sucre Hauptstadt ist, da Simon de Bolivar dort 1825 die Unabhaengigkeit Boliviens verkuendete.

Wir liefen bei kuehlen morgendlichen 6 Grad C durch die auf knapp 3.700 Metern Hoehe gelegene Stadt, bis wir im zweiten Anlauf ein geeignetes Hotel fanden. Die steilen Strassen der Stadt auf und ab zu gehen, zumal in dieser Hoehe und mit vollem Gepaeck kostet viel Kraft, so dass wir uns nur sehr langsam fortbewegten. Doch schon waehrend der Hotelsuche konnten wir erkennen, wie faszinierend die Stadt ist.



Die 3.648 Meter Hoehe sind der tiefste Punkt der Stadt in dem Tal in das La Paz hineingebaut wurde. Die Stadtteile ziehen sich jedoch die steilen Berge hinauf, so dass man sich im Zentrum fast wie in einem Stadion fuehlt, bei dem die favelaaehnlichen Siedlungen an den Haengen die Zuschauertribuenen bilden.



Im Hotel angekommen schliefen wir noch zwei Stunden um zu einer etwas freundlicheren Zeit mit der Erkundung der Stadt zu beginnen. Wir gingen nach einem Fruehstueckssnack zum Plaza Murillo, um den herum nicht nur der Nationalkongress und der Praesidentenpalast, sondern auch die imposante Kathdrale stehen. Durch verschiedene Parallelstrassen der Hauptvekehrsader durch das Tal gingen wir zum Plaza del Estudiante, in dessen Umgebung nicht nur viele Touranbieter zu finden sind, sondern auch einige Restaurants, so dass wir dort nicht nur fuer den morgigen Tag eine Tour nach Tiwanaku buchten, sondern auch zu Mittag assen.



Wir gingen dann zum Ausgangaspunkt der hoechsten Schienenseilbahn der Welt, die seine Gaeste von 3842 Metern laecherliche 25 Hoehenmeter zu einer Aussichtsplattform transportiert, von der man einen recht guten Ueberblick ueber La Paz hat.



Danach sahen wir uns noch den Plaza San Francisco an, der von der riesigen Iglesia de San Francisco dominiert wird. In dessen recht touristischer Umgebung sind die Strassenraender mit Staenden uebersaeht, an denen man sehr gut lokale Handarbeiten und sonstige Souvenirs aller Art bekommen kann. Ceci kaufte dort die obligatorischen Mitbringsel fuer Familie und Freunde daheim, waehrend ich eher vom regen Markttreiben fasziniert war. Eine lokale Besonderheit sind getrocknete Llamafoeten, die man dort zu Hauf erwerben kann und die angeblich Glueck bringen.



Ein Stueck weiter beginnt der nicht zufaellig so heissende Mercado Negro, wo weniger Touristen einkaufen, man aber dafuer Alles bekommen kann, was man sich vorstellen kann. Mein Reisefuehrer warnt fuer diesen Markt besonders vor Taschen- und Trickdieben. Natuerlich wurde ich Opfer eines solchen. Um mich abzulenken wurde ich unter einer Stromleitung mit vielen Voegeln bespritzt oder bespuckt, damit dann ein schneller Langfinger die Tasche meiner Trekkinghose leeren konnte.



Da aber sogar ich mitunter aus Fehlern klug werde, war in dieser Tasche nichts Wertvolles. Im Gegenteil. Am Vortag hatte ich Ceci noch erzaehlt, dass ich ein Paket der gekauften Taschentuecher braeuchte, um dies als fuer Trickdiebe interessant aussehende Ausbeulung in eben diese Tasche zu stecken. So begrenzte sich der Diebstahlschaden diesmal auf ein nicht mehr ganz volles Paket Taschentuecher. Aergerlich war nur, dass ich dann nichts mehr hatte, um das Nass aus meinen Haaren zu entfernen.



In einem teuren aber ruhigen Cafe fanden wir ein wenig Abstand von dieser hochinteresanten aber sehr anstrengenden Stadt. Da wir mal wieder den ganzen Tag hier und da den guenstigen Strassensnacks nicht widerstehen konnten, liessen wir das Abendessen ausfallen und tranken nur noch ein Bier in einer Spilunke gegenueber unseres Hotels. Plus beim Rausgehen noch einen Empanada Queso und ein Pan Chocolate.

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