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05.08.2004: (Yangzi (China)) "Reisetagebuch - 05.08.2004"    [geschrieben von AlexSapp]

Leider lagen beim Aufwachen heute morgen bereits alle drei Schluchten hinter uns. Das ist eben das Problem, wenn man nicht auf einem Touristenboot sondern einem reinen oeffentlichen Verkehrsmittel unterwegs ist. Andere Faehren legen eben auch Pausen an interessanten Sehenswuerdigkeiten entlang der Strecke ein. Da die Landschaft jedoch noch immer wunderschoen ist und heute nachmittag sogar kurz die Sonne aus dem sonst wolkenverhangenen Himmel hervor blickte, kann ich mich wohl kaum beschweren.

Sehr interessant ist es zu sehen, wie viele einzelne Haeuser und Siedlungen, die derzeit recht nah am Ufer stehen, derzeit leerstehen und verfallen, weil die ehemaligen Bewohner in Neubauten einige Meter oberhalb umgesiedelt wurden, weil die alten Gebaeude in wenigen Jahren nur noch mit professioneller Tauchkleidung zu erreichen sind. Und angesichts des jetzt schon sehr hohen Wasserspiegels ist zu vermuten, dass schon einige weitere Behausungen im Fluss/See versunken sind.



Bei jedem unserer hoechstens 5 Minuten dauernden Stopps steigen eine Menge Gaeste aus und ein, so dass ein reger Wechsel hier an Bord herrscht. Meine Karten spielenden Freunde, mit denen ich noch email Adressen getauscht habe, sind bereits von Bord, dafuer bin ich heute von einer 4 koepfigen Lehrergruppe zum Mittagessen eingeladen worden. Da ich ihnen erzaehlte, dass ich allein unterwegs bin, boten sie mir an, mit ihnen zusammen weiter zu reisen. Wenn die 4 innerhalb der naechsten 2 Tage nach Chengdu wollen, werde ich dies Angebot sogar annehmen. Dies herauszufinden wird jedoch nicht einfach, da nur 2 von ihnen Englisch sprechen und das nicht besonders gut.



Wenn ich die vielen verschiedenen Informationen hinsichtlich der Ankunftszeit in Chongqing analysiere, die noch zu fahrende Strecke in Betracht ziehe und dabei beruecksichtige, dass die Fliessgeschwindigkeit stetig zunimmt, da die Wassertiefe des seebreiten Flusses stetig geringer wird, muessten wir gegen 5 Uhr morgen frueh ankommen. Ich habe erstmal beschlossen, mich mit fertigem Gepaeck hinzulegen und zu schlafen, bis ich gewecktwerde, zumal Chongqing die Endstation der Faehre ist.



Den Abend verbrachte ich auf dem Aussichtsdeck, groesstenteils zusammen mit dem Amerikaner, dessen Namen ich jedoch noch immer nicht kenne, da dies beim Vorstellen etwas unter gegangen ist. Wir unterhielten uns bei 2 - 3 kuehlen Bier ueber Reisen, Suedostasien, Afrika und aktuelle Politik, wobei er neben mehreren Milliarden weiterer Weltbewohner hofft, dass John Kerry ab Ende des Jahres neuer US Praesident sein wird, um in anderen Laendern etwas weniger kritisch betrachtet zu werden.



Vorm zu Bett gehen wagte ich noch den Versuch, die Duschen an Bord auszuprobieren, wobei ich angenehm ueberrasht wurde, da ich zu dieser Zeit nicht nur die Dusche fuer mich allein hatte, sondern es mit etwas Geschick auch Wasser in allen erwuenschten Temperaturen gab. Anders als das hellbraune Toilettenwasser stammt das Duschwasser auch zumindest nicht direkt aus dem Yangzi, so dass ich morgen frueh nahezu frisch geduscht von Bord gehen kann.


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