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06.08.2004: (Chongqing (China)) "Reisetagebuch - 06.08.2004"    [geschrieben von AlexSapp]

Ich bin in Chongqing. Die reisenden Lehrer habe ich nicht wiedergesehen, so dass sich das zusammen Reisen eruebrigt hat. Da laut Loose Verlag nichts in dieser Stadt so interessant ist, dass sich ein laengerer Aufenthalt lohnt, bin ich direkt vom Pier mit Bus Nr. 102 zum Bahnhof gefahren und habe fuer den Abend eine Fahrkarte nach Chengdu gekauft, wo ich morgen frueh um 7.16 Uhr ankommen soll. Also eine weitere Nacht in einem chinesischen Zug.

Tatsaechlich besitzt Chongqing Alles, was noetig ist, eine huebsche kleine Stadt am Yangzi zu sein. Hier fliesst der Jialing in den Yangzi und die beiden Fluesse winden sich so, dass das Zentrum der Stadt auf einer 5 mal 3 Kilometer langen Halbinsel liegt, die mit 2 huebschen gruenen Huegeln beschenkt ist. Auch das Umland ist huegelig und gruen, aehnlich den wundervollen Landschaften entlang der restlichen Uferregion, die ich von Bord aus erleben durfte.



Leider draengen sich auf das kleine Fast-Eiland mehr als 2 Millionen Bewohner und die restlichen ca. 11 Millionen Menschen der Stadt wohnen in Betonungetuermen an den jeweils gegenueber liegenden Flussufern, womit Chongqing mehr Einwohner zaehlt, als die 10 groessten deutschen Staedte zusammen.



Die Luftverpestung, der Dreck einer sehr geschaeftigen Hafenstadt und die unzaehligen Baustellen machen die Stadt zur mit Abstand haesslichsten der gesamten bisherigen Reise. Da sich Chongqing nicht erst seit gestern so rasant entwickelt, sollte man annehmen, dass die Halbinsel relativ frei von Baustellen ist, doch weit gefehlt: Es gibt Unmengen alter, abrissbeduerftiger schmieriger Gebaeude, nahezu alle Wolkenkratzer der Stadt werden in den unteren Etagen renoviert oder befinden sich noch im Bau und selbst die wenigen fertigen modernen Gebaeude wirken irgendwie schmuddeliger als in allen bisherigen Staedten.



Keiner der viele Frisoersalons, in denen man sonst einen entspannten Nachmittag haette verleben koennen, machte einen halbwegs serioesen und nicht zwie- bzw. rotlichtigen Eindruck, so dass 2 Hinterhof Internetcafes mir etwas Gelegenheit gaben, meine Zeit zu vertreiben.



Auf dem Weg vom Bahnhof zum Zentrum verlief ich mich trotz Karte und Kompass zigfach, da das Strassennetz wirkt, als haette man zunaechst ueberall dort gebaut, wo gerade eine freie, relativ ebene Flaeche war und sich im Nachhinein ueberlegt, dass man die Wolkenkratzer ja auch durch Strassen miteinander verbinden koennte.



Und doch ist die Stadt irgendwie interessant. Die extrem vielen Menschen, die in den verworrenen Strassen unterwegs sind, um zu kaufen, zu verkaufen oder einfach nur gewaltige Lasten an Bambustraegern durch die Stadt balancieren, dazwischen Garkuechen, Restaurants, stinkende Busse und wegen der vielen Huegel kaum Fahrraeder hinterliessen bei mir durchaus einen bleibenden Eindruck. Und wenn man die Geschichten von Pudong in Shanghai oder den Retortenstaedten an der Grenze zur Sonderverwaltungszone HongKong liesst, ist sogar vorstellbar, dass sich Chongqing innerhalb der naechsten 10 bis 15 Jahre zu einer ansehnlichen Grossstadt mausert.

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