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19.07.2004: (TransSib) "Reisetagebuch - 19.07.2004"    [geschrieben von AlexSapp]

Nach dem Fruehstueck sind wir heute morgen zum Fluss im Hauptort des NSG gegangen, um uns zu waschen, da es auf dem Grundstueck der Familie lediglich ein Waschbecken gibt, ueber dem ein kleines Gefaess mit ca. einem Liter Vassungsvermoegen haengt, was zum Zaehneputzen und Haendewaschen ausreicht, fuer eine Ganzkoerperwaesche jedoch etwas wenig waere. Zudem wollten wir ohnehin den Fluss sehen und konnten dies somit verbinden.

Am Fluss war es herrlich. An einer besonders schoenen und nicht zu tiefen Stelle machten wir fast 2 Stunden Pause, was ich ausnutze, um auch mein T-Shirt und mein Handtuch durchzuwaschen. Da die Sonne auch heute wieder fast ungehindert auf uns schien, waren die Sachen nach den 2 Stunden schon wieder getrocknet.



Nach dem Mittagessen wurden wir zurueck zu unserer Gastfamilie gebracht, wo wir unser restliches Gepaeck aufnahmen. Danach ging es direkt weiter zum Bahnhof. Den Grossteil der 3 Stunden, die wir bis zur Abfahrt des Zuges zu ueberbruecken hatten, verbrachten wir damit, ein peiswertes T-Shirt fuer meine Schwester zu finden. Sie meinte naemlich einen Sonnenbrand auf ihren Schultern entstehen zu bemerken. Da sie aber 12 Minuten vorher das Gepaeck an der Aufbewahrung am Bahnhof abgegeben hatte, nur ein Top trug und ihr die Jacke als Sonnenschutz fuer 3 Stunden zu warm war, mussten wir also ein Shirt finden.



Nachdem Sie 2 Mal kurz davor war, das fuer unser Abendessen vorgesehene Geld mit auszugeben, fanden wir schliesslich fuer 1,50 EUR an einem Strassenstand ein huebsches hellblaues Shirt, da die viel schoeneren dunkelblauen nicht in ihrer Groesse verfuegbar waren. Als auch das Problem eines stoerenden weil kratzeden Innenschildes per Schere geloest werden konnte, widmeten wir uns endlich dem Abendessen.



Nach einem Fluechtigkeitsfehler bei der Addition und einem weiteren bei der Herausgabe des Wechselgeldes kostete dies schliesslich doch 3,50 EUR, was jedoch fuer 2 Personen inklusive Getraenke und abschliessendem Kaffee noch im Rahmen lag, weshalb ich die Fehler uebersah, jedoch kein zusaetzliches Trinkgeld mehr gab.



Nun sitzen wir schon wieder im Zug und sind auf dem Weg ins Reich der Mitte. 3 Tage in der Mongolei sind eigentlich zu wenig, um uebr das Land ein Fazit zu ziehen. Zu gern haette ich auch noch die Wueste Gobi gesehen und da Ulan Bator als Hauptstadt sicher nicht repraesentativ fuer mongolisches Stadtleben ist, waere es auch interesssant gewesen, noch eine andere Stadt kennen zu lernen.



Das was ich in der kurzen Zeit gesehen habe, ist ein Land mit einer modernen, wachsenden Hauptstadt, hin und her gerissen zwischen chinesischer Kultur, russischer Schrift und nordatlantischen Touristen und ebensolcher Entwicklungshilfe. Mit einer wunderschoenen Landschaft, die langfristig fuer touristische Zwecke wohl mehr hergibt, als fuer das nomadische Leben, so dass wie schon jetzt in einigen Teilen des Naturschutzgebietes die Jurten eher als Touristenunterkuenfte dienen werden, denn als Behausung fuer Viehzuechter.



Ueber die Menschen dort kann ich lediglich sagen, dass wir stets sehr zuvorkommend, jedoch immer mit einer gewissen Distanz behandelt worden sind. Preiswert ist das Land allemal. Fuer 3-5 EUR findet man sicher ein Bett, wenn es ein Doppelzimmer sein soll, muss man mit etwas mehr rechnen. Um fuer eine gute Mahlzeit mehr als 2 EUR auszugeben, muss man schon in die westlichen Restaurants Ulan Bators gehen oder sehr viel Hunger mitbringen.



Wie auch Sibirien lernt man die Mongolei jedoch vermutlich erst dann richtig kennen, wenn man in den langen und kalten Wintern dort ist, wenn das Ueberleben von Mensch und Tier zum Ziel eines jeden Tages wird, die Touristenstroeme versiegen und selbst Fluesse und Baeche zufrieren.

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