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12.07.2004: (TransSib) "Reisetagebuch - 12.07.2004"    [geschrieben von AlexSapp]

Heute ging es los an den Baikialsee, genauer auf die Insel Olchon. Nach dem Fruehstueck gingen wir zum Busbahnhof in Irkutsk und fuhren mit dem oeffentlichen Bus nach Chuschir, dem 1200 Einwohner zaehlenden Hauptort der Insel. Die Fahrt war zog sich sehr lange hin, zumal alle Fahrtgaeste des voll besetzten Minibusses ihr gesamtes Gepaeck mit im Bus hatten, da es keine Verstaumoeglichkeiten gab. So lag einer unserer Rucksaecke im Gang, der andere lag waehrend der 8 Stunden quer ueber uns.

Wir erreichten nach etwas ueber 6 Stunden die Faehranlegestelle am Baikalsee. Der See ist uebrigens das groesste Suesswasserreservoir der Erde. 20% des Suesswasserbestandes unseres Planten lagern in dem 360 Km langen und bis zu 1600 Meter tiefen See. Das ist auch der Grund, warum die Sonne es in den hier sehr kurzen Sommern nicht schafft, den See auf mehr als 15 Grad C zu erwaermen.



Wir wohnen hier in einem Touristencamp, in dem man auch Fahrraeder, Pferde, Kanus und Motorraeder ausleihen kann. Doch obwohl es hier eine gewisse touristische Infrastruktur gibt, die neben Transsibreisenden hauptsaechlich von Einheimischen genutzt wird, verteilen sich die maximal 200-300 Touristen, die die Insel aufnehmen kann sehr gut auf die Kilometer langen Sandstraende und noch viel laengeren Wanderwege der fast 80 Kilometer langen Insel.



Fliessend Wasser gibt es hier gar nicht und der Strom aus dem von 8 bis 24 Uhr laufenden Generator wird sehr sparsam eingesetzt, weshalb wir unser Zimmer mit 2 Kerzen ausleuchten und in der recht kuehlen Nacht mit einem Kamin heizen muessen.



Am Abend gingen wir mit zu einer Vorfuehrung der traditionellen burjatischen Lebensweise und Kultur, bei der u.a. auch burjatische Lieder gesungen wurden. Die Burjaten sind eine sehr asiatisch aussehende, mongolische Volksgruppe, die in diesem Teil Sibiriens einen sehr grossen Teiln der Bevoelkerung stellen.



Zurueck im Camp trafen wir Stefan und Christian wieder, die bei einer Gastfamilie untergekommen sind und geliehene Fahrraeder zurueck brachten. Wir tranken noch ein Bier und vorm Kamin einen Wodka und verabredeten uns fuer Ulan Bator in 5 Tagen, wo wir uns in der Kahn-Brauerei wieder sehen wollen.



Ausserdem trafen wir unsere Reiseveranstalterin Doris Knop, die zufaellig fuer einen Tag hier ist und uns beim burjatischen Abend wertvolle Uebersetzungsdienste leistete und durch zum Teil recht freie Uebersetzung die Vorfuehrungen sehr humorvoll gestaltete.



Die Temperaturunterschiede sind hier enorm. Waehrend wir auf der Busfahrt noch unter dem Joch der nachmittaeglichen Hitze litten, brauchten wir Abends schon lange Kleidung und die Nacht waere ohne den Kamin sehr kalt gewesen. 20-25 Grad duerfte die Differenz zwischen taeglichem Hoechst- und Tiefstwert betragen, was weiter vom See entfernt wohl noch mehr sein werden.

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Windhoek: Well, pretty boring soil for all you experts? Just sandy and not good for agriculture? All the others please be impressed just for the sake of it! ;-)
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