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14.04.2005: (Swakopmund (Namibia)) "Reisetagebuch - 14.04.2005"    [geschrieben von AlexSapp]

Nachdem ich mein in bester deutscher Manier aus vollem Korn gebackenes Brot mit der sliced Budget Jagdwurst der Windhoek Schlachterei zu Ende gefruehstueckt hatte, war es an der Zeit meine Sachen zusammenzupacken und auszuchecken. Ich habe meine Rucksaecke zuaechst noch einmal aus- und wieder eingepackt, um wieder etwas Uebersichtlichkeit hinzubekommen und liess den grossen Rucksack zunaechst noch im Hostel.

Die Kaserne ist nur einen Block von der Hansa Brauerei Swakopmund entfernt, die Dienstags und Donnerstags Brauereibesichtigungen anbietet. Als ich um halb 10 die Kaserne verliess, warteten vor dem Brauereieingang einige Touristen und so fragte ich einfach mal nach, ob ich an der Besichtigung teilnehmen koennte. Der 72-jaehrige Deutsch-Namibier, der die Tour durchfuehrt hatte damit kein Problem und so nahm ich an der Besichtigung teil.



Da unter den 16 Personen, die sich die Herstellung von Bier nach dem Reinheitsgebot von 1516 ansehen wollten, 4 Suedfrikaner waren, die kein Deutsch sprachen sowie ein paar deutsche Touristen, deren Englisch nicht ausreichte, erzaehlte der gute Mann Alles erst in afrikaans und dann nochmal in deutsch.



Ausser der Tatsache, dass alle Maschinen und Tanks etwas kleiner sind als in Grevenstein oder Wernesgruen ist die Produktion und die Abfuellung mit jener in Deutschland identisch. Da einer der Deutschen bei einem Unternehmen arbeitet, das auf dem Markt fuer Abfuellmaschinen weltweit fuehrend ist, erfuhren wir Deutschsprachigen mehr, als wir eigentlich wollten, wobei einige Informationen durchaus interessant waren. Ordnungsgemaess wurde die Tour nach 1 1/2 Stunden in der angeschlossenen Gaststaette mit einem Tafel Lager, das zweite Bier, das neben Windhoek hier gebraut wird, abgeschlossen.



Mit vollem Gepaeck lief ich dann zu der Strasse, die nach Walvis Bay fuehrt. Dort angekommen hielt, waehrend ich gerade begann mich zu fragen, wie ich nun die 35 Kilometer zuruecklegen wuerde, ein PickUp an und Synthea, eine 52-jaehrige Mitarbeiterin einer Firma, die fuer die Fischereiboote verschiedener Betriebe in Walvis Bay die Versorgung mit Lebensmitteln und ggf. auch Koechen auf den Schiffen organisiert, nahm mich mit nach Walvis Bay.



Da ich ihr von meinen weiteren Plaenen erzaehlte, setzte sie mich an einem preiswerten Restaurant ab, bestand jedoch darauf, mich in spaeter wieder abzuholen, um mich in eine Bucht zu fahren, in der zu dieser Jahreszeit immer hunderte von Flamingos zu Hause sind. Genauer gesagt fuhr mich dann einer ihrer Mitarbeiter zu der Bucht, in der tatsaechlich sehr viele Flaminos darauf warteten, von mir fotografiert zu werden.



Wir fuhren auf dem Rueckweg zum Pier, an dem die von der Firma zu versorgenden Schiffe festmachen. Ausserdem hielten wir am Bahnhof an, wo ich mitgeteilt bekam, dass die Zuege nach Tsumeb nur Montags, Mittwochs und Freitags fahren, womit ich nicht gerechnet hatte. Nach einer kurzen Telefonkonferenz fuhren wir dann erstmal in das Buero und Synthea bot mir nicht nur an, mich wieder mit nach Swakopmund zu nehmen, auch offerierte sie mir fuer heute Nacht ihr Gaestezimmer. Da dies nicht nur bequemer ist als ein Hostel, sondern auch noch deutlich guenstiger, nahm ich das Angebot an.



Bevor wir nach Swakopmund zurueck fuhren, musste Synthea aber noch arbeiten, waehrend sich dadurch fuer mich die Gelegenheit ergab, die Stadt Walvis Bay zu erkunden. Es ist ein Industriestandort, der sich voll und ganz der Fischerei verschrieben hat. Neben dem riesigen Hafen gibt es zahlreiche Verarbeitungsbetriebe und im Stadtzentrum zumindest auch die ueblichen Fastfoodlokale und ein kleines Einkaufszentrum. Mehr als die 2 Stunden die ich dort verbrachte, muss man allerdings nicht in Walvis Bay gewesen sein, wenn man nicht gerade an Fischerei interessiert ist.



In Swakop zeigte Synthea mir dann mein Zimmer, neben dem ich sogar ein eigenes Bad habe, was angesichts der Tatsache, dass sie allein hier lebt, insgesamt eine ziemlich grosse Wohnung ergibt. Doch bekommt sie haeufig Besuch von ihren Kindern und Enkelkindern, sodass es durchaus einen gewissen Sinn macht. Ich wurde noch Zeuge eines Vorstellungsgespraeches, bei dem sich ein Koch vorstellte, der aber noch nie auf einem Boot gearbeitet hat und der nun seine Chance auf einem kleinen Fischereiboot bekommt, das Luederitz als Heimathafen hat.



Da das Gespraech recht lange dauerte, entschied sich Synthea nicht zu kochen, sondern mich in ihr Lieblingsrestaurant Cape to Cairo einzuladen, welches direkt neben der Swakop Lodge zu finden ist, in der ich die letzten 2 Naechte gewohnt haette, wenn sie nicht 90 ND pro Nacht verlangt haette. Das Essen dort war sehr gut und es war interessant, sich mit Synthea zu unterhalten, die zwar in Suedafrika geboren wurde, doch die meiste Zeit ihres Lebens in verschiedenen Laendern des suedlichen Afrika mit zeitlich befristeten Vertraegen arbeitete, und daher unter anderem 9 Jahre in Swaziland gewohnt hat, bevor sie hierher nach Namibia kam.



Da sie morgen frueh arbeiten muss und auch erst nach 18 Uhr zurueck ist, wenn ich also bereits im Zug sitzen muss, zeigte Synthea mir noch wo ich morgen frueh Fruehstuecksutensilien finde, wo der Ersatzschluessel zu finden ist, falls ich im Laufe des Tages irgendwo hin gehen moechte und wo ich die Fernbedienung fuer den Fernseher finde, der aber nur 3 Programme hat und daher eher uninteressant sei.

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