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08.04.2005: (Keetmannshoop (Namibia)) "Reisetagebuch - 08.04.2005"    [geschrieben von AlexSapp]

Ich sitze im Zug von Keetmannshoop nach Windhoek und freue mich, dass ich die Nacht in diesem bequemen Zug verbringen darf, der sogar Fernsehgeraete unter der Wagondecke hat, auf denen derzeit ein anspruchsvoller Film ueber die Zeit des zweiten Weltkriegs laeuft, was eine willkommene Abwechslung zu den schlechten Actionfilmen und Komoedien ist, die man sonst an Bord von Transportmitteln zu sehen bekommt.

Zu meinem Glueck habe ich heute morgen beim Fruehstueck Veronika und Stefan kennen gelernt, die aus Deutschland kommen und 3 Wochen Urlaub in Namibia und Suedafrika machen. Die beiden boten mir an, mich mit nach Kolmanskop zu nehmen, einer seit 1956 verlassenen Geisterstadt, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine belebte Diamantenstadt war. Fehlende eigener Transport war der Grund, warum ich nicht damit gerechnet hatte, mir diese Stadt 15 Kilometer vor Luederitz ansehen zu koennen.



In der Touristeninformation auf der Bismarckstrasse kaufte ich mir das Permit fuer die Besichtigung und um 9 Uhr fuhren wir drei los. Im Eintrittspermit eine 1 1/2 stuendige Fuehrung enthalten, die von einem fliessend deutsch sprechenden namibianischen Guide durchgefuehrt wurde, der nicht mehr jung war und erzaehlen konnte, als waere er selbst dabei gewesen, als die Siedlung im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts gegruendet wurde.



Nicht nur die Geschichte der Siedlung Kolmannskuppe ist sehr interessant, auch die zum Teil von dem wehenden Sand halb verschuetteten Haeuser des Lehrers, des Buchhalters, der Ladensbesitzerin und des Minenleiters sind spannend und komplett zur Besichtigung freigegeben. Nach der Fuehrung spazierten wir noch ein wenig durch den Sand zu den verfallenden Haeusern und in das ehemalige Casino, das auch als Turnhalle genutzt wurde und der alten Turnhalle des Mariengymnasiums mit dem zugehoerigen Textilraum aehnelt.



Da es Samstags weder einen Zug von Keetmanshoop nach Windhoek gibt, noch der Intercape Bus faehrt und es auch nur Dienstags und Freitags einen Bus von Luederitz nach Keetmanshoop gibt, habe ich beschlossen, heute schon wieder zurueck zu fahren. Allerdings kostet der Bus 94 Dollar, weshalb ich mit Veronika und Stefan fuhr, die zwar nur bis zum 45 Kilometer vor Keetmanshoop gelegenen Hotel Namens Seeheim fuhren, doch immerhin hatte ich so schonmal die ersten 300 Kilometer zurueckgelegt.



Da wir nach einem Mittagessen im Museum von Kolmanskop erst nach 13.30 Uhr von Luederitz losfuhren, war es fast 16 Uhr, bis ich an der B4 irgendwo im Nichts in der Naehe von Seeheim stand. Doch schon nach 20 Minuten hielt das dritte Auto an und der Truck nahm mich mit nach Keetmanshoop. Faszinierend war die absolute Stille an der Strasse, wenn gerade kein Auto in der Naehe war.



In dem wichtigsten Verkehrsknotenpunkt des suedlichen Namibia angekommen, ging ich wieder zum Bahnhof des 15.000 Einwohner Ortes und kaufte mir fuer 72 Dollar ein Ticket nach Windhoek. Da auch hier die Supermaerkte um 17 Uhr schliessen, kaufte ich mir nichts mehr, sondern wartete bis zur Abfahrt des Zuges am Gleis.


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