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23.03.2005: (Bloemfontein (Südafrika)) "Reisetagebuch - 23.03.2005"    [geschrieben von AlexSapp]

Als erstes ging ich heute morgen zum Bahnhof, wo ich mein reserviertes Zugticket fuer morgen Abend bekam. Ich muss nichtmal dritte Klasse reisen, um trotzdem etwas preiswerter zu sein, als der billigste Ueberlandbus. Allerdings bin ich mit dem Zug auch 4 Stunden laenger unterwegs, was aber ganz praktisch ist, da ich soweit ich weiss einen Schlafplatz habe und ich nicht wie in Pietermaritzburg mitten in der Nacht irgendwo in der Stadt aus einem Bus geworfen werde.

Ich fruehstueckte bei Pie City eine kleine Pizza bevor ich gen Westen ging, in den aelteren Teil der Stadt, wo die praechtigen Regierungsbauten stehen, da Bloemfontein nicht nur Hauptstadt der Provinz Free State ist, sondern auch juristische Hautstadt von Suedafrika mit unter anderem dem Sitz hoechsten Berufungsgerichts des Landes. Mein erstes Ziel war das Military Museum im alten Fort, dessen Eingang ich erst fand, nachdem ich den grossen Block nahezu komplett umrundet hatte.



Das Museum zeigt viele Szenen aus den Kriegen im heutigen Suedafrika, informiert dadurch aber auch sehr gut, da die Schlachten der Voortrekker gegen die Zulu am Blood River und gegen die Basotho sowie der Burenkrieg gegen die Englaender zu den wichtigsten Ereignissen der suedafrikanischen Geschichte zaehlen.



Das Hertzog House gibt es zwar noch, ein Museum ist darin jedoch nichtmehr zu finden, stattdessen verfaellt das huebsche, alte Gebaeude langsam. So machte ich mich auf zum National Womens Memorial, einem 36 Meter hohen Sandsteinobelisk, der nicht wie beschrieben etwas entfernt liegt, sondern eine gute Stunde Fussmarsch, was fuer die Saeule mit einem kleinen, unspektakulaeren Museum nebenan ziemlich weit ist. Aber der Reise Know How Suedafrika scheint ohnehin eher fuer Reisende mit eigenem Auto geschriebe zu sein, als fuer Rucksackreisende, die auf oeffentliche Verkehrsmittel angewiesen oder zu Fuss unterwegs sind.



Zurueck in der Stadt sah ich mir noch den First Raadsaal an, das aelteste und ein geschichtstraechtiges Gebaeude dieser Stadt. Nicht weit davon entfernt findet man auch die Old Presidency, wo die letzten Praesidenten der Orange Republik gewohnt haben, sowie den Supreme Court, der um die Jahrhundertwende entstand. Auch die City Hall, welche ich mir nicht von Innen ansah, stammt aus dieser Zeit und macht zusammen mit dem Court of Appeal und dem sehr beeindruckenden Fourth Raadsaal die Gegend um die Praesident Brand Strasse zwischen der nicht mehr Voortrekker Street, sondern inzwischen Nelson Mandela Drive heissenden Strasse im Norden und der St. George Street im Sueden zu einer wahren Augenweide.



Ich ging nach diesem Kulturmarathon nochmal zum See und dem daran gelegenen Kings Park, in dem es einen schoenen Rosengarten und ein paar schattige Plaetze gibt, an denen ich mich von der vielen Lauferei ausruhen konnte. In einem grossen Kaufhaus in der Naehe nutzte ich die Klimaanlage, um mich noch etwas mehr abzukuehlen, da die Nachmittage hier doch trotz Herbstanfang noch immer sehr heiss sind.



Am Abend kochte ich mir im Hostel doch noch meine Spaghetti mit einer leckeren Gemuesemischung aus der Dose als Sauce und las ein wenig im Time Magazine vom 14.01.1974, das ich im Zeitschriftenregal gefunden hatte. Man berichtete ueber Fortschritte im Nahost Friedensprozess (das erste Treffen zwischen Israel und Aegypten seit 1949) und ueber die astronomisch hohen Oelpreise nach dem Embargo von Saudi Arabien gegenueber den USA. Der Preis fuer das Barrel Rohoel hatte gerade erstmals die 9 USD Marke ueberschritten.


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