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19.02.2005: (Jambeli (Ecuador)) "Reisetagebuch - 19.02.2005"    [geschrieben von AlexSapp]

Der Abend bricht herein und ich sitze auf der Veranda eines Holzhauses auf der Insel Jambeli, gute 30 Minuten entfernt vom Hafen in Puerto Bolivar, welcher nur 7 Kliometer westlich von Machala liegt und per Stadtbus schnell zu erreichen ist. Obwohl meine Unterkunft in der zweiten Reihe liegt, habe ich vom oberen Stock, in dem mein Zimmer liegt, einen wunderschoenen Blick auf den Strand und den sich dahinter leise Wellen werfenden Pazifischen Ozean, der sich bis zum Horizont erstreckt.

Tatsaechlich war es heute morgen 4.45 Uhr, als ich in Tumbes ankam. Nachdem ich auf ein Lockangebot eines Taxifahrers hereingefallen war, der mir nur den Preis vom Grenzort Ahuas Verdes zur eigentlichen Grenzbruecke ueber den Rio Zarumilla nannte und erst auf mein nochmaliges Nachfragen unterwegs den Gesamtpreis nannte, musste selbiger nach einigen hundert Metern wieder umdrehen, da ich den Gesamtpreis zu teuer fand. Ohne sich zu beschweren setzte er mich wieder an der Haltestelle der Busgesellschaft ab, sogar ohne dafuer Geld zu verlangen. Ich nahm dann einen 35 EURCent teuren Minibus fuer die 30 Kilometer nach Aguas Verdes.



Ohne laengere Wartezeiten oder Gepaeckkontrollen bekam ich den peruanischen Salidastempel und den Eingangsstempel fuer Ecuador, so dass ich kurz vor 6 Uhr morgens einen Bus der Gesellschaft Cifa besteigen konnte, der mich, nachdem der Busschaffner knurrend meine peruanischen Soles angenommen hatte, weil ich nicht getauscht hatte, um 7.30 Uhr morgens in Machala absetzte.



Ich lief eine Weile durch die Stadt, um mir das Preisniveau anzusehen und so zu sehen, wieviele ecuadorianische Sucre ich aus dem Geldautomaten wuerde holen muessen, um fuer meinen kurzen Aufenthalt im Land genuegend Geld zu haben. Dabei fiel mir auf, dass es in Ecuador keine Sucre mehr gibt, sondern die scheinbar auch offizielle Landewaehrung der US Dollar ist, den ich dann auch aus dem Automaten bekam und mit welchem hier tatsaechlich als einzige Waehrung gehandelt wird. Da auch auf Zeitungen der Verkaufspreis in Dollar angegeben ist, gehe ich davon aus, dass dies die Landeswaehrung ist.



Da die Stadt nicht attraktiv wirkte, kaufte ich fuer morgen Abend ein Busticket nach Quito und nahm einen Bus nach Puerto Bolivar, wo ich nur wenige Minuten warten musste, bis das nechste Boot nach Jambeli ablegte. Die Boote auf die ueber seichtes Gewaesser nur wenige Kilometer entfernte Insel sind solche, wie sie auch von Bud Spencer alias Banana Joe im gleichnamigen Film zum Transport dieses inzwischen nurnoch zweitwichtigsten Exportgutes des Landes nach Rohoel genutzt wurden.



Ueber eine Flussmuendung, dessen Ufer an jene im Pantanal oder Amazonas erinnern, fuhren wir bis zum kleinen Hauptort der Insel. Nach 2 Minuten Fussmarsch hat man dann die Westkueste der Insel erreicht und ploetzlich sieht man keinen dichten Wald mehr, sondern einen langen, dunkelweissen Sandstrand und das hier noch immer sehr seichte Meer.Bei gleichem Abstand zum Aequator muesste die naechste Landmasse westlich von hier die Ostkueste Papua Neuguineas sein, wenn man nicht zwischendurch auf eine Insel eines der so vielen kleinen Staaten Ozeaniens trifft.



Ich fand diese fuer den gebotenen Komfort mit 6 USD nicht sehr guenstige Unterknft und durfte nach 2 heissen Tagen mit viel Lauferei in Lima und Chiclayo sowie zwei Naechten in nicht klimatisierten Bussen endlich eine Dusche nehmen, wobei mich wenig stoerte, dass das Wasser nicht warm war und sehr stark nach oxidierten Leitungen roch und schmeckte. Da ich auch nicht viel Schlaf bekommen hatte, legte ich mich kurz ins Bett und wachte erst gegen 4 Uhr am Nachmittag wieder auf, was jedoch nicht schlimm war, da es sehr bewoelkt war und der Strand daher nicht besonders verlockend wirkte.



Ich machte dann aber zumindest noch einen lagen Spaziergang am Meer und ass in einer der Strandhuetten zu Mittag/Abend, bevor ich wieder zurueck ins Hostel ging, da es hier bereits um 18 Uhr dunkel wird.



Bevor ich endgueltig zu Bett gehe, werde ich noch versuchen ein wenig zu Arbeiten, das heisst meinen Fotoindex zu aktualisieren und mich schonmal ein wenig mit meiner weiteren Reiseroute zu beschaeftigen, da ich in genau zwei Wochen von Caracas nach Madrid fliege und ich in dieser Zeit nicht nur Ecuador und Venezuela sehen, sondern auch Kolumbien durchqueren muss, was streckenweise nicht ganz ungefaehrlich sein soll.


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