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24.01.2005: (Campo Grande (Brasilien)) "Reisetagebuch - 24.01.2005"    [geschrieben von AlexSapp]

Meine Uhr zeigte wegen der Zeitverschiebung zwischen Sao Paulo und Mato Grosso noch 8 Uhr an, als wir um 7 Uhr Ortszeit in Campo Grande ankamen. Aus einem nicht nachvollziehbaren Grund wechselten wir ziemlich genau 15 Fahrtminuten vor der Ankunft nochmal den Bus. Inklusive Toilettenpause und Gepaeck umladen kostete dieser Stopp 30 Minuten, die ich aber auch in Campo Grande nicht sinnvoll haette nutzen koennen, weshalb mich das nicht weiter stoerte.

Nachdem ich aus dem Bus ausgestiegen war und mich erstmal ein wenig orientieren wollte, stuerzten sich 2 Touranbieter auf mich, die mir jeweils nicht nur eine Unterkunft sondern auch 2 bis 3-taegige Tour ins Pantanal anboten. Ich folgte dem serioeser aussehenden Anbieter, der mit einer HI-akkreditierten Unterkunft zusammen arbeitet und weniger aggressiv versuchte, mir eine Tour zu verkaufen.



Nach einem informativen Gespraech buchte ich dann eine 3 Tage 2 Naechte Tour ins Pantanal, das vielleicht weniger beruehmt ist, als das Amazonasbassin, fuer Wildlifebeobachtungen aber deutlich besser geeignet. Da ich von dem Ort im Pantanal aus direkt nach Corumba an der brasilianisch-bolivianischen Grenze weiter fahren kann und die Tour um 11.30 des gleichen Tages startete, brauchte ich auch kein Bett im Hostel, durfte jedoch trotzdem am Fruehstueck partizipieren.



Ich hatte dann noch gut 3 Stunden Zeit, um die Stadt zu erkunden, fing jedoch bereits nach gut einer Stunde an, mich zu langweilen. Da es jedoch in der Umgebung des Busbahnhofes zwar viele Hotels aber kein Internetcafe gibt, setzte ich mich auf eine Bank, las was der Lonely Planet ueber das Pantanal schreibt und kaufte mir Wasser, Eis und ein Insektenschutzmittel, da jenes aus Indien inzwischen leer ist. Um die mit fast 75 EUR recht teure Tour bezahlen zu koennen, musste ich auch noch Geld abholen.



Um 11.30 Uhr bestieg eine 12-koepfige Gruppe den klimatisierten Kleinbus. Nach einer spaeten Mittagspause an einem guten Strassenrestaurant wurden wir auf 2 separate Kleinlaster mit leider nicht ueberdachten Ladeflaechen verteilt. Waehrend wir noch beim Umsteigen versuchten, der gleissenden Sonne zu entfliehen, wurden wir auf der Ladeflaeche des Trucks nur eine gute Stunde spaeter unfreiwillig geduscht. Von der nochmals knapp 3-stuendigen Freiluftfahrt regnete es jedoch nur eine dreiviertel Stunde. Das Umsteigen war uebrigens noetig, weil die Strassen, die ins Pantanal hinein fuehren, besonders jetzt waehrend der Regenzeit, nur mit Allradfahrzeugen zu meistern sind.



Ueber die schlammige Strasse mit unzaehligen hoelzernen Bruecken, die ueber die vielen Seen, Zufluesse und Sumpfgebiete fuehren, kamen wir gegen 19 Uhr Abends an der Unterkunft am Ufer des Rio Paraguay an. Schon auf dieser Fahrt sahen wir erste Wasserschweine, Aligatoren und auch meine These, dass Tucane lediglich in der Phantasie der Kelloggs Froot Loops Erfinder existieren, wurde widerlegt.



Die Fahrt und das spaetere Abendessen waren eine gute Gelegenheit, unsere inklusive unseres Guides Emerson 7-koepfige Gruppe besser kennen zu lernen. Thierry und Richard kommen aus Frankreich, Nico ist Suedafrikaner, Nick ist Kanadier (allerdings ohne das normalerweise irgendwo hervorstechende Ahornblatt) und Bob kommt aus den USA. Ich selbst reise noch immer mit einem Reisepass der Bundesrepublik Deutschland. In dieser Konstellation werden wir die naechsten 2 Tage diese herrliche Landschaft an Bord eines Bootes, auf dem Ruecken von Pferden oder schutzlos im Wasser stehend erkunden.

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