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10.12.2004: (Feuerland (Chile / Argentinien)) "Reisetagebuch - 10.12.2004"    [geschrieben von AlexSapp]

Einmal mehr musste ich relativ frueh aufstehen, da die Faehre von Tres Puentes, ca. 10 Kilometer ausserhalb von Punta Arenas nach Porvenir auf Feuerland um 9 Uhr ablegt und man spaetestens 30 Minuten vorher dort sein muss, um das Ticket zu kaufen. Das Aufstehen fiel mir jedoch deutlich leichter als noch am Vortag. Mit dem Colectivo Nr. 15, Colectivos sind Taxis mit festgelegten Routen, die man jederzeit ueberall zum Ein- und Aussteigen anhalten kann, fuhr ich zum Faehranleger.

Die Ueberfahrt dauerte bei heftigen, zum Teil stuermischen Winden und anfangs etwas Regen knapp 3 Stunden, also 1/2 Stunde laenger als ueblich. Als wir in Porvenir ankamen, schien bereits die Sonne, doch der Wind war noch immer da und sorgte dafuer, dass die naechsten Regen bringenden Wolken kurz nach dem Mittagessen ueber uns waren. Den Bus vom Anleger in Porvenir ins Zentrum der mit 5.400 Einwohnern groessten Siedlung des chilenischen Teiles von Feuerland, teilte ich mir mit 2 englischen Spanisch-Studentinnen.



Ich fand ein kleines Hotel, das nicht gerade guenstig ist, aber im Preis ist zumindest das morgige Fruehstueck inbegriffen. Der Regen zwang mich zu einem Mittagsschlaf, der von 15 bis 19 Uhr dauerte, was jedoch nicht so schlimm war, da ich zuvor mit dem Plaza de Armas und dem kleinen aber gut sortierten Museum der Stadt alle Sehenswuedigkeiten gesehen und gewuerdigt hatte, wenn man von den 24 Gebaeuden absieht, die zwischen 1902 und 1930 gebaut wurden und aufgrund ihres Alters in einem separaten Faltblatt der oertlichen Touristeninformation zusammengestellt und in einer vorgschlagenen Route abgelaufen werden koennen.



Einige dieser Gebaeude sah ich mir bei einem abendlichen Spaziergang noch an, der mich auf die gegenueberliegende Seite der Bucht fuehrte, an der Porvenir gelegen ist. Von einem dortigen Huegel hat man eine gute Sicht auf die gesamte, im positivst moeglichen Sinne verschlafene Stadt. Als ich gegen 22 Uhr am Plaza de Armas vorbei kam, war gerade die Abschlussfeier des oertlichen Gymnasiums zu Ende gegangen und die stolzen Eltern fotografierten ihre Soehne und Toechter mit ihren gerade erhaltenen Zeugnissen vor dem Monument in der Mitte des Platzes. Zur Feier des Tages war auch die gesamte 12-koepfige Truppe der freiwilligen und beruflichen Feuerwehren angetreten, die sich stolz um das sehr neu aussehende Einsatzfahrzeug postierte.



Einen Bock weiter fegte der Wind den feinen Staub ueber die abseits der Hauptstrasse unbefestigten und ausser um den Plaza herum menschenleeren Strassen. Ein wenig Action bekam ich noch zu sehen, als ein Bus den Ort erreichte und eine Gruppe von 15-20 Arbeitern vor der Fischfabrik absetzte. Zwei Minuten spaeter war der Bus wieder weg, die Arbeiter in der geheizten Fabrikhalle verschwunden und es herrschte wieder Ruhe. Ich ging, ohne einem weiteren Menschen zu begegnen, ins Hotel und schlief.




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