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08.10.2004: (Stettin (Polen)) "Stettin - Stadtentwicklung im Spannungsfeld von Geschichte und Politik"    [geschrieben von NoSt]

Die Entwicklung der Stadt Stettin, also des heutigen Szczecin, ist wie kaum eine andere an die europäische Geschichte gebunden. Mehrfach wechselte die Stadt ihre nationale Zugehörigkeit, stand im Laufe der Jahrhunderte mal unter polnischer, mal unter deutscher, dänischer, schwedischer und französischer Herrschaft. Geprägt durch seine geografische Lage ist Szczecin damit eine Stadt slawischen Ursprungs mit deutscher Vergangenheit, polnischer Gegenwart und europäischer Zukunft. Die jeweils tief greifenden Einflüsse verschiedener europäischer Mächte und Kulturen haben die Stadt geprägt und sind in weiten Teilen auch heute noch am Stadtbild ablesbar. So ist das Bild der Szczeciner Innenstadt oftmals von starken Brüchen geprägt. Teils harte Gegensätze der städtebaulichen Struktur ergeben ein Puzzle aus verschiedenen Leitbildern und Zielsetzungen, in der sich die Entwicklung der Stadt widerspiegelt.

Dieser Beitrag möchte einen kurzen, wenn auch unvollständigen Streifzug durch die Geschichte des heutigen Zentrums der Wojewodschaft Zachodnio Pomorskie unternehmen und jeweils an einzeln herausgegriffenen Beispielen die Umbrüche in der Stadtentwicklung und ihre Folgen für die Oder-Metropole zeigen.

Der Slawische Urspung: Szczecin in früher Zeit



Bereits Ende des 7. Jahrhunderts ließen sich slawische Handwerker am linken Oderufer, auf dem Hügel ?Trzyglaw?, nieder und begründeten damit das heutige Szczecin. Zur Verteidigung wurde Mitte des 9. Jahrhunderts eine Burg gebaut, an deren Stelle auch heute noch das Schloss der pommerschen Herzöge den Kern der Stadt markiert.



Auch damals schon bildete die Oder die Grenze zwischen polnischem und deutschem Territorium. Fast 400 Jahre blieb das frühe Szczecin polnisch, bis sich im 12. Jahrhundert die ersten deutschen Siedler in der Nähe der Burg niederließen.



In der Folge wuchs die deutsche Gemeinde, vor allem durch intensive Handelsbeziehungen, stark an. Dies wird symbolisiert durch die Stiftung einer eigenen Kirche für die deutsche Bevölkerung, der Jakobikirche durch den Bamberger Kaufmann Jakob Beringer (vgl. Abbildung 1). Mitte des 13. Jahrhunderts war die slawische Siedlung auf dem heutigen Schlosshügel durch die Entwicklung der deutschen Besiedlung vollständig aufgesogen. (vgl. Rada, Uwe [2])



Schon die frühe Besiedlung der Stadt verdeutlicht, wie stark die Einflüsse der beiden Staaten auf die bauliche Entwicklung Szczecins waren. Die vorhandene polnische Siedlung wurde durch die deutschen Einwanderer aufgenommen und zu einer wohlhabenden Handelsstadt ausgebaut. Unter der Herrschaft der Greifendynastie, die in Pommern für über 500 Jahre regierte, wurde Szczecin ? seit 1272 Mitglied im Hansebund - zum Zentrum der Region. In dieser Zeit errichtete man zentrale stadtprägende Gebäude und Elemente, beispielsweise das auch heute noch vorhandene Schloss (vgl. Abbildung 2), das nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaute alte Rathaus der Stadt sowie die ersten Hafenanlagen, welche die wirtschaftliche Grundlage für die weitere Stadtentwicklung darstellten.



Nach einiger Zeit unter schwedischer Herrschaft in Folge des Dreißigjährigen Krieges, wurde Szczecin 1729 Preußen zugeordnet und als militärisches Bollwerk ausgebaut. Viele Jahre war nun das Militär prägender Faktor der Stadtentwicklung. Auch die Hakenterrassen (heute Waly Chrobrego), die heute ein wichtiges touristisches Zentrum der Stadt sind, entstanden auf Grundlage der alten Wehranlagen. Hier befindet sich auch heute noch eine Akademie der polnischen Marine. (vgl. Stadtverwaltung Szczecin, [1])



Deutsche Vergangenheit: das preußische Stettin



Militärische Gebäude und Flächen prägen bis heute weite Teile der Innenstadt Stettins. Durch die Verfügbarkeit großer ehemals militärisch genutzter Grundstücke in zentraler Lage war es beispielsweise möglich, die drei Universitäten in Szczecin zwar in Campusform, aber dennoch stadtintegriert zu gestalten.



Die Innenstadt von Szczecin wird in weiten Teilen durch ihre preußische Stadtstruktur geprägt. Nach dem Vorbild der Haussman?schen Boulevards in Paris entwarf James Hobrecht, der spätere Stadtbaurat von Berlin und Begründer der ?größten Mietskasernenstadt der Welt?, im 19. Jahrhundert ein Straßenmuster, das durch breite, repräsentative Straßen und große, sternförmige Plätze gekennzeichnet war. (vgl. Rada, Uwe [2], Abbildung 3) So verfügt Szczecin heute über eine imposante Abfolge großer Stadtplätze, die im restlichen Polen sonst eher unüblich sind. Der imposanteste dieser Plätze ist der Kaiser-Wilhelm-Platz (heute Plac Grunwaldski) (vgl. Abbildung 4).



Hier zeigt sich bereits die enge Verbindung, die Szczecin mit der preußischen Hauptstadt hatte. So waren die Mietskasernen Szczecins mit teils mehreren Hinterhöfen für Hobrecht sozusagen der Probelauf für ihre massenhafte Errichtung und Perfektion in Berlin. Auch in der regionalen Baukultur findet sich diese Verbindung wieder. Die zahlreichen Verzierungen, die an den Fassaden dieser Gebäude zu bewundern sind, finden sich sowohl in den Wohnblocks Szczecins, wie auch an Berliner Häuserfronten.



Auch kulturell ermöglichte die geringe Entfernung zur Hauptstadt enge Kontakte. Das Oderufer war Flaniermeile und Anlaufstelle für viele Berliner Industrielle, die von der nur gut 120 Kilometer entfernten Hauptstadt zur Wochenenderholung in die Oderstadt strömten. Die sehr dichte Bebauung der Altstadt am Fuße des Schlossbergs sorgte für lebhaftes Treiben am Oderufer (vgl. Abbildung 5). Am gegenüberliegenden Ufer der Oder erstreckte sich der Stettiner Hafen, der als Tor zur Welt für Berlin den Zugang zum Meer bereitstellte.



Ebenfalls in diese Zeit der Stadtentwicklung fällt die Errichtung der Hakenterrassen (heute Waly Chrobrego) (vgl. Abbildung 6). Auf den ehemaligen Fort-Befestigungen des Militärs wurden hier repräsentative Verwaltungs- und Museumsgebäude errichtet, die noch heute stadtbildprägend sind und wohl als die eindrucksvollste Hinterlassenschaft der preußischen Zeit in der Region bezeichnet werden können. Sie stellen das wichtigste touristische Ziel in der Stadt dar. (vgl. Ostsee-urlaub-polen.de)



Krieg und Zerstörung



Wie die meisten deutschen Großstädte wurde auch Szczecin im Zweiten Weltkrieg von intensivem Bombardement heimgesucht. Nach den Bombennächten im Januar und August 1944 waren 90% der Altstadt und der Industrieanlagen, 70-80% der Hafenanlagen und 60-70% der Stadtbebauung zerstört. Damit zählte Szczecin zu den 20 am meisten zerstörten Städten des damaligen Deutschland.



Am 26. April 1945 wurde Szczecin endgültig durch die anrückende Sowjetarmee erobert und bereits am 05. Juli 1945 der polnischen Verwaltung übergeben. (vgl. Stadtverwaltung Szczecin, [1])



Neuanfang I - polnische Gegenwart: aus Stettin wird Szczecin



Der Zweite Weltkrieg bedeutet für Szczecin nicht nur einen Bruch in der städtebaulichen, sondern auch einen tiefen Einschnitt in der kulturellen Entwicklung der Stadt. Im Rahmen der Zuordnung zu Polen wurde binnen kürzester Zeit quasi die gesamte Bevölkerung der Stadt ausgetauscht. Waren am 05.07.1945 noch ungefähr 1.500 Bürger der Stadt polnischer Herkunft, war ihre Zahl bis zum Dezember 1946 bereits auf 108.000 angewachsen. Die neuen Bürger der Stadt kamen vor allem aus den früheren polnischen Ostgebieten, die nach Ende des Krieges der Sowjetunion zugeschlagen wurden. Sie übernahmen die Häuser direkt von den nach Westen umgesiedelten deutschen Bewohnern Szczecins. Aus Sicht vieler der neuen Bewohner der Stadt war dies nur eine Übergangslösung, wollte man doch wieder in die Heimat im Osten zurückkehren.



In der Wiederaufbauphase musste Szczecin also mit einer völlig neuen Situation zurechtkommen. Die bisher zum westlich gelegenen Berlin ausgerichtete Stadt war auf der Suche nach ihrer polnischen Identität. So schnell wie möglich sollte die Stadt nun polnisch werden. Dies stellte sich als besonders große Herausforderung dar, da die neue Heimat der hier angesiedelten Polen eine durch und durch deutsch geprägte Stadt gewesen war. Anders als beispielsweise in Danzig gab es hier nur sehr wenige Ansatzpunkte aus der polnischen Vergangenheit der Stadt, die eine Identifikation seiner Bewohner ermöglichte. Ziel der Stadtentwicklung sollte es also sein, aus Stettin, Szczecin zu machen - der Stadt einen polnischen Charakter zu geben.



Im Gegensatz zu anderen polnischen Großstädten wie Danzig oder Warschau wurde in Szczecin nur ein sehr geringer Teil der alten Gebeäude wieder aufgebaut. In der völlig zerstörten Altstadt am Fuße des Schlosses errichtete man lediglich das alte Rathaus in seiner ursprünglichen Form neu (vgl. Abbildung 7). Dieses liefert sich seither einen aggressiven Stellungskampf zweier ungleicher Stadtarchitekturen mit der angrenzenden Nachkriegsbebauung der Fünfzigerjahre. (vgl. Rada, Uwe, [2])



Der Rest der Stadt wurde nach den modernen Leitbildern der Stadtentwicklung neu errichtet. Der Schwerpunkt lag hierbei auf der Ausrichtung nach Osten. Der erste polnische Stadtpräsident von Szczecin, Piotr Zaremba, hatte es zum erklärten Ziel gemacht, Szczecin auch baulich einen polnischen Charakter zu geben und damit die aus seiner Sicht gemachten Fehler zu korrigieren. Die alte Uferpromenade entlang der Oder wurde in eine mehrspurige Verkehrsader umgewandelt, die als ?Arteria Nadodrzañska? (Oderarterie) den Bahnhof mit dem nördlich gelegenen Verwaltungszentrum der Hakenterassen verknüpfen sollte. Diese Maßnahme wird heute als einer der größten Fehler in der Stadtentwicklung Szczecins angesehen, da hierdurch die Beziehung zwischen Fluss und Stadt empfindlich gestört wird. Von der ehemaligen Flaniermeile für Wochenendgäste aus der deutschen Hauptstadt entlang der Oder ist nur noch ein schmaler, betonierter Fußweg übrig geblieben. Die für die Entwicklung und Geschichte der Stadt so wichtige Oder spielt heute nur eine untergeordnete, fast schon periphere Rolle im Alltagsleben der Stadt.



Doch nicht nur in der Verkehrserschließung, auch in der Architektur ging man nach dem Krieg neue Wege: konsequent wurde der Aufbau einer Modernen Sozialistischen Stadt verfolgt. So wird die alte, preußische Grundstruktur in Straßenführung und Bebauung bis heute immer wieder durch mehrstöckige Hochhäuser unterbrochen, die der Stadt einen polnischen, sozialistischen Charakter geben sollten. Auf diese Weise prallen heute die unterschiedlichsten städtebaulichen Ideale in der Innenstadt von Szczecin aufeinander, die der Stadt ihren ganz eigenen Charakter verleihen.



Kernprojekt der Bemühungen einer sozialistischen Ausrichtung der städtebaulichen Struktur war die Aufweitung und der Ausbau der Verkehrsadern zum östlichen Oderufer. Hierdurch sollte die Orientierung der Stadt endgültig nach Osten ausgerichtet werden. Wichtigster Bestandteil dieses Vorhabens ist ein imposanter Brückenschlag durch einen gigantischen Highway, der Trasa Zamkowa, der zwischen Hakenterrassen und Schloss hindurch zur anderen Oderseite führt und die westlich gelegene Kernstadt von Szczecin mit der neu angelegten Großwohnsiedlung Sloneczne, die etwa 10 Kilometer entfernt im Osten der Stadt liegt, verbindet (vgl. Abbildung 8). Hier wurden in den Siebziger Jahren Wohnblocks für über 50.000 Menschen errichtet, die quasi als Ankerpunkt im Osten ein Symbol für die neue polnische Identität von Szczecin sein sollten. (vgl. Rada, Uwe, [1])



In der politischen Realität der Republik Polen lag Szczecin jedoch in der Nachkriegszeit immer nur am Rande des Geschehens. Der Schwerpunkt der Entwicklung außerhalb von Warschau wurde auf andere Städte wie Gdansk (Danzig), Poznan (Posen) oder Wroclaw (Breslau) gelegt. So wurde die historische Altstadt von Gdansk, die als europäisches Kulturgut wiederaufgebaut wurde, unter anderem auch mit Ziegeln und Steinen aus Szczecin errichtet. Dies ist nur ein Beispiel für die Vernachlässigung Szczecins durch die Zentralregierung in Warschau in der Nachkriegszeit. Auch nach Westen behinderte die Grenze zur DDR die Entwicklung der Stadt. Im städtischen Gefüge Polens führte dies zu einem Schattendasein der 450.000-Einwohner-Stadt an der Oder. (vgl. Niewrz?da, Krzysztof )



Eine Wendung in der nationalen wie internationalen Bedeutung der pommerschen Hauptstadt bedeutete die Wiedervereinigung Deutschlands und die schrittweise Annäherung des westlichen und östlichen Europas. Ein in die Europäische Union integriertes Polen bietet für die Stadt heute neue Perspektiven. Szczecin findet sich in einer völlig neuen geografischen und politischen Lage wieder. Mitten in Europa, an der Grenze zu Deutschland gelegen, schaut die Stadt nun baulich wie auch gesellschaftlich wieder verstärkt in Richtung Westen.



Neuanfang II - Aufbruch in die Zukunft: das europäische Szczecin?!



Mit der politischen und wirtschaftlichen Ausrichtung nach Westen verändert sich nun abermals die städtebauliche Struktur der Stadt. Heute geht es nicht mehr darum, eine Stadt mit polnischem Charakter zu schaffen, welche im Gegensatz zur größtenteils deutschen Geschichte steht. Im Ausblick auf ein vereinigtes Europa wird die wechselhafte Geschichte der Stadt als Chance gesehen, einerseits zu einer Annäherung im oftmals schwierigen Verhältnis zum deutschen Nachbarn zu gelangen und sich andererseits einen Platz auf der europäischen Landkarte zu sichern (vgl.: Mendel: EU Beitritt Polens). Die vormals enge Beziehung und räumliche Nähe zur Metropole Berlin wird wieder entdeckt. Die deutschen Investoren sind die Hoffnungsträger für den wirtschaftlichen Aufschwung der Region.



So wird mittlerweile die deutsche Geschichte der Stadt wieder stärker thematisiert. Vor diesem Hintergrund kann auch die Wiederbebauung der ehemaligen Altstadt am Oderufer gesehen werden (vgl. Abbildung 9). Hier bemüht sich die Stadtverwaltung allerdings darum, nicht in einen historisierenden Wiederaufbauwahn zu verfallen, sondern aus der Kombination der polnischen und deutschen Hintergründe des Ortes, ein neues, europäisches Stadtquartier entstehen zu lassen. Lediglich zwei Gebäude, direkt neben dem schon in der Nachkriegszeit wieder aufgebauten alten Rathaus, wurden originalgetreu nachgebaut (vgl. Abbildung 10). Der Rest des Viertels stellt einen Kompromiss zwischen altem Straßengrundriss und neuer Architektur und Nutzung dar. Bisher ist die neue Alt-Stadt allerdings noch unzureichend in das restliche Stadtgefüge integriert. Hier hofft man dennoch, den Grundstein für eine Wiederbelebung des alten Kerns der Stadt gelegt und damit auch einen großen Schritt zurück an die Oder gemacht zu haben.



Doch auch im restlichen Szczecin haben heute neben den herrschaftlichen preußischen und den sozialistischen Nachkriegs-Strukturen, längst die neuen, marktorientierten europäischen Standards Einzug gehalten. Postmoderne Glas- und Stahlbauten sind hier ebenso gefragt wie Shopping-Malls, oder die großen Supermärkte und Multiplex-Kinos.



Diese neue Entwicklung in Richtung Europa gibt Szczecin abermals ein neues Gesicht und verändert die Struktur der Stadt stark. Dennoch ist festzustellen, dass die alten Stadt-Strukturen hier nicht verdrängt, sondern ergänzt werden. Das Nebeneinander der verschiedensten Entwicklungs- und Ideologie-Epochen ist immer noch klar ablesbar und führt zu einem interessanten Mix, der der Stadt seinen eigenen (europäischen) Charakter gibt.



Besonders deutlich wird dies am Plac Rodla. Hier treffen das preußisch-repräsentative Stadtviertel der Gründerzeit auf die großen Wohnblocks der Nachkriegszeit. Mitten in das Spannungsfeld dieser Gegensätze wurde in der zweiten Hälfte der 90er Jahre das neue 100 Meter hohe Pazim Center gebaut, ein postmoderner, 22-geschossiger Bürobau, der Banken, Hotels und Büros beherbergt (vgl. Abbildung 11). Aus dem Café 22 in der obersten Etage des nun höchsten Gebäudes in der Stadt kann man einen weiten Blick über Szczecin werfen. Hier spiegeln sich die Hoffnungen auf einen Aufbruch nach Europa und den hiermit verbundenen erhofften wirtschaftlichen Aufschwung wider. Gleich nebenan manifestierte 2003 an dieser Stelle die Eröffnung eines großes Multiplex-Kinos diesen Anspruch.



Im Zuge der Integration der osteuropäischen Ländern in die europäische Union, sucht Szczecin derzeit noch nach einer Identität zwischen Deutschland und Polen. Schon heute ist die Stadt nicht nur das Zentrum der Wojewodschaft Zachodnio Pomorskie. Auch jenseits der Grenze, für die Bewohner der Kleinstädte auf deutschem Gebiet, wie Anklam oder Pasewalk ist sie längst zum Zentrum geworden. Die Bemühungen um die Euroregion Pommerania (vgl.: Schoppengerd Schulz Witter: Euroregion Pommerania) zeigen, dass die Region dies erkannt hat und gewillt ist, seinen Beitrag für das Zusammenwachsen über die Grenze hinweg zu leisten. Vor dem Hintergrund der vielschichtigen Geschichte der Stadt spiegelt Szczecin in besonderem Maße die aktuelle Situation beiderseits der Grenze wider. Damit ist diese Stadt ein Stück gebaute deutsch-polnische Geschichte. Nun liegt es daran, auf der Grundlage dieser gemeinsamen Geschichte eine europäische Zukunft zu ermöglichen.



Norbert Steinkemper



Quellen



Info-Polen.com: Stettin / Szczecin



Joanna Kozakowska: Stettin Stadt Strasse. Karkutschstrasse - ul. ?w. Wojciecha. Geschichte und das gegenwärtige Bild der Stadt gesehen von der Perspektive einer Strasse.



Ostsee-urlaub-polen.de: Szczecin / Stettin ? Großstadt zwischen Oder und Ostsee



Krzysztof Niewrz?da: IM ZENTRUM ODER AN DER PERIPHERIE DES KONTINENTS? - Eine Stadt auf der Suche nach einer neuen Identität, in: DIALOG ONLINE



Uwe Rada [1]: Die nahe und doch so fremde Stadt



Uwe Rada [2]: Die Unvollendete



Stadtverwaltung Szczecin [1]: Stadtgeschichte - Etwas über die Vergangenheit der Stadt



Stadtverwaltung Szczecin [2]: Stettin in Zahlen: Staatliche Gliederung, Bevölkerung








Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Exkursionsdokumentation zum Thema Grenzüberschreitende Raumplanung an der Fakultät Raumplanung an der Uni Dortmund. Die gesamte Dokumentation ist auf der Homepage des IRPUD verfügbar.



Download:

Dirk Bölitz, Johannes Flacke, Heike Köckler (Hg.):

Grenzüberschreitende Raumplanung - Beobachtungen in der deutsch-polnischen Grenzregion. 2004.





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